StartseiteChronikKelten und Buddhismus

Alte Kulturen wie die der Kelten und Buddhisten haben trotz ihrer geografischen Entfernung und ihrer religiösen und kulturellen Besonderheiten einige interessante Berührungspunkte. Und wie S. H. der Dalai Lama immer sagt, bilden alle Völker zusammen eine einzige Menschenfamilie auf diesem kleinen Planeten Erde.

Kelten der Neuzeit - friedlich vereint...


Einige kurze Beiträge über Berührungspunkte und Ähnlichkeiten der keltischen Kultur und des Buddhismus:

1.
Ebenso wie im Buddhismus wird in der keltischen Tradition an die Reinkarnation geglaubt. Die Seele lernt von Inkarnation zu Inkarnation mehr und mehr Bewusstheit anzusammeln und zu einer immer größeren Fähigkeit zu bedingungsloser Liebe zu gelangen. In der keltischen Spiritualität werden alle unsere Lebenserfahrungen als Etappen der Reise in die „Sommerlande“ angesehen, das Land der ewigen Geburt, der Alterslosigkeit, ähnlich dem Nirvana. Da wir nur Hüter der Formen, der Erde und unseres Körpers sind und beim Übergang zum Tod alles wieder loslassen müssen, ist es lohnenswert, sich schon im jetzigen Leben im Loslassen zu üben. Ein Verfeinern der eigenen Bewusstheit und eine Hinwendung zu liebevollem Verhalten können laut Phyllida die Begegnung mit dem Tod erleichtern, denn was uns im „Jenseits“ begegnet, hängt zu einem großen Teil von uns selbst ab.
Ähnlich den „Bardos“ im tibetischen Buddhismus, kennen die Kelten die so genannten „Áites“, Bewusstseinszustände oder Übergänge, durch die die Seele nach dem Tod hindurch geht. Je mehr Bewusstheit und Zufriedenheit ein Mensch in seinem Leben erlangt hat, umso bewusster wird er durch die verschiedenen Zustände gleiten, die nach dem Tod eintreten. Wer sich jedoch in düsteren Lebensverhältnissen und Gefühlen verstrickt hat, der mag sich nach seinem Erdenleben in ebensolchen Zuständen wiederfinden. Es gibt aber immer Geistwesen, die einem Verstorbenen auf den feinstofflichen Ebenen zur Seite stehen.
So scheint es, dass wir von einer Form des Lebens in eine neue geboren werden, die nicht weniger erfüllt und reich ist wie das Leben, das wir bislang auf der Erdenebene erfahren haben. Die Spirale ist – nicht nur bei den Kelten – das Symbol, das die Wandlungen von einer Phase in die nächste darstellt. Der Vorgang des Transzendierens von Bewegung, Veränderung und Loslassen wiederholt sich mit jeder Runde aufs Neue und führt dabei von Ebene zu Ebene. Phyllida rät: „Gewöhnen Sie sich an die leise kleine Stimme, die in Ihnen singt, wenn etwas verändert, erneuert oder losgelassen werden soll“. Sich diesen Wandlungen ohne Widerstand hinzugeben ist die große Kunst. Sie gelingt am besten, wenn man sich des Urteilens enthält. Für die Druidin ist diese Haltung der Nicht-Bewertung – besonders unserer selbst – die wichtigste Vorbereitung für einen friedlichen Tod.
Auch die Beschäftigung mit spirituellen Themen, mit der immateriellen Welt erleichtert Phyllida zufolge einen Übergang in die weniger greifbaren Gefilde. Die Anam Áire, die schon etliche Menschen beim Sterben und über den Tod hinaus begleitet hat, hat die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute so sterben, wie sie gelebt haben. Trotzdem gibt es auch bis zur letzten Stunde vor dem Tod immer wieder kleine „Wunder“, die die Sterbebegleiterin bezeugen konnte. Ein Mensch etwa, der sein ganzes Leben keine Liebe annehmen konnte, erkennt während eines längeren Sterbeprozesses, wie wichtig dies ist und kann sein Verhalten ändern.
Nicht nur aus diesem Grund ist ein längerer Sterbeprozess, beispielsweise durch Krankheit, auch positiv zu sehen. Die Dauer der Situation gibt den Angehörigen und Freunden genügend Zeit, sich von dem dahin scheidenden Menschen zu verabschieden. Bei einem plötzlichen Tod hingegen müssen die Hinterbliebenen diese Aufgabe selbst in die Hand nehmen. Rituale und Gespräche mit einem guten Zuhörer können hier wertvolle Dienste leisten. Das Bearbeiten und Loslassen von Schuldgefühlen bei einem Tod durch Selbstmord ist ebenfalls von großer Bedeutung für die Zurückgebliebenen.
Phyllida Anam-Áire übernimmt all diese Aufgaben. Und noch mehr: Sie erledigt ganz triviale Dinge des Alltags, wenn es nötig ist, begleitet mit offenem Ohr und offenem Herzen die Sorgen, Ängste und Wünsche der Sterbenden und Hinterbliebenen, und sie steht der verstorbenen Seele auch noch weitere Tage bei, um sie soweit wie möglich auf ihrem Weg durch die geheimnisvollen Welten hinter dem Schleier unseres Erdenbewusstseins zu geleiten.





2.

Kelten - keltische Gottheiten, meditierend im doppelten Lotossitz (Buddhasitz)
Von vielen keltischen Gottheiten wird berichtet, dass sie im Lotosblumensitz (oder auch einfacher oder wie hier doppelter Lotossitz bezeichnet) gesessen haben sollen.


Diese beiden Fotos habe ich in der Größe bearbeitet, um sehen, ob sie identisch sind. Das linke farbige Bild verweist auf Irland und ist keltisch, so habe ich als Nachweis erhalten. Das rechte schwarz-weiß Bild soll vom Grabfund des Osebergschiff aus Norwegen, Oslo, stammen und auch keltischen Ursprung haben. Allerdings sind die Wikinger schon immer sehr weit herum gekommen und haben Handel getrieben, das bewies auch der Fund einer Buddhastatue aus Indien. Wenn Sie die Vergrößerung durch Anklicken ansehen, sehen Sie, dass beide nicht identisch sind.

Interessant ist hier, dass die 2 Abbildungen eine Swastika auf der Brust zeigen. Sie steht für die alte 4-Elemente-Theorie aus der alten westlichen mythologischen Welt, wie auch für die vier Himmelsrichtungen.
Bemerkenswert ist dabei, das die Swastika-Formen der buddhistischen Swastika sehr gleichen.

3.
Interessant sind auch sprachliche Vergleiche: Sowohl die keltischen Sprachen als auch das Sanskrit bzw. das Pali gehören zur großen indogermanischen Sprachfamilie.
Besonders in der alten irisch-gälischen Sprache finden sich viele Wörter, die ähnlich lautende Entsprechungen im Sanskrit haben.
Hier sind einige Beispiele:

Sanskrit Altes Irisch
arya (freier Mann, Adliger) aire (adlig)
naib (good) noeib (heilig)
badhira (taub) bodhar (taub) 
namen (Respekt) nemed (Respekt)
raja (König) righ (König)


Das alte irische Gesetzes-System, die Gesetze von der Moral und der Erziehung wie auch der menschlichen ethischen Verhaltensweisen Fenechus ist sehr ähnlich den Gesetzen des Manu.

dankenswert zusammengestellt und lektoriert von Lothar Scholl Röse

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